Seit Jahrtausenden wird Spiritualität in Bewegung erlebt, insbesondere im Osten gibt es darin eine lange Tradition. Die geistige Welt ist selbst Bewegung, die irdische ist aus ihr hervorgegangen - sich verdichtende Bewegung. Der Mensch sucht in allen spirituellen Tänzen und Gebärden diese Bewegung. Doch "Geist" ist nicht ausserhalb von uns, sondern "durch" uns, in uns. Wer vermag Zusammenhänge zu erleben, wer sie zu gestalten? Wer kann die Welt mit seinem Denken, seinem Fühlen und seinem Wollen durchdringen? Jede dieser Fragen mündet in der Antwort: Ich. Dies ist der Kern der christlichen (westlichen) Spiritualität, sie geht durch viele Stufen von Leben, Licht, Weg, Sein: Ich bin. Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Ich bin die Tür.

Geht man diesen Bewegungen nach, kann man erleben, wie dies Fähigkeiten des Ich's sind - des wahren Ich's als dem Menschen innewohnendes Leben. Damit beginnt die Eurythmie. Sie steht vollkommen in der Tradition der Spiritualität in Bewegung und erneuert sie aus der Kraft des Ich.