"Ich"

 

 „Sprechen wir vom Ich, vom echten. Versuchen wir es. Was ich Ich nenne, das ist diese Bewegung, dieser Impuls, der mir erlaubt, mich der vier Elemente zu bedienen, der Erde, auf der ich lebe, aber auch meiner Intelligenz und meiner Gemütsbewegungen, sogar meiner Träume. Es ist eigentlich eine Kraft, die mir eine Macht verleiht, wie sie mir keine andere gibt: nämlich die Macht, daß ich, um zu leben, nicht warten muss, bis das äußere Leben zu mir kommt. Das Ego braucht die Dinge, die größtmögliche Zahl der Dinge (ob sie sich Geld, Geltung, Herrschaft, Beifall oder Belohnung nennen). Das Ich fragt nicht danach. Wenn es da ist, wenn es an der Arbeit ist, dann setzt es eine eigene Welt der anderen, dieser Welt der Dinge gegenüber. Das Ich ist der Reichtum inmitten der Armut; es ist das Interesse, wenn alles um uns herum sich langweilt. Es ist die Hoffnung, auch wenn alle objektiven Chancen zu hoffen verschwunden sind. Aus ihm stammt die ganze Erfindungswelt der Menschen. Und schließlich ist es das, was uns übrig bleibt, wenn uns alles andere entzogen ist, wenn uns gar nichts mehr von außen zukommt und unsere Kräfte doch genügend groß sind, um diese Leere zu überwinden.“

 

Jacques Lusseyran

 

 

Wirklichkeit und Zukunft

 

Jedes Bewusstsein erzeugt die ihm entsprechende Wirklichkeit. Der Mensch steht nicht außerhalb der Wirklichkeit, sondern ist selbst Teil von ihr, weil er sie nicht nur erlebt, sondern in jedem Moment durch sein eigenes Bewusstsein miterzeugt.

 

Das Selbst als Quelle des Denkens, Handelns und Seins mittels Eurythmie zu erkennen und zu stärken, erschließt neue Zugänge zu der Wirklichkeit, die wir wollen.

 

Das Zukünftige wird im Jetzt als das Potential dessen erlebbar, was jeder durch sich selbst in die Welt zu bringen vermag.

 

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